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Stand: 28.01.2007
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Geschichte des Tai Ji Quan

Eine Legende...

Ein Alchemist und Wunderheiler namens Zhang Sanfeng soll vor etwa 800 Jahren einmal einen Traum gehabt haben, in dem ihm der legendäre Kaiser Xuan Wu das Schattenboxen beibrachte.
Am nächsten Morgen machte er sich aus seiner Heimat, den Wudang- Bergen, auf und verbreitete diese wunderbare Kampfkunst unter dem Volk. Damit handelt es sich bei Tai Ji Quan um das Geschenk einer Gottheit, das von übernatürlichen Wesen in die Welt gebracht wurde ..

Der historisch belegte Ursprung

Nach historischen Quellen entstand es gegen Ende der Ming- Dynastie in Chenjiagou in Henan. Diese Gegend litt unter den Feldzügen der Mandschus und unter aufständischen Bauern: Beides Gründe für die Förderung der Kampfkunst.
Auf der Suche nach neuen Wegen der körperlichen Auseinandersetzung mit und ohne Waffen entstand eine neue Form des Boxens. Bis dahin waren immer schnelle Bewegungen und kräftige Schläge und Stöße bevorzugt worden. Nun machte sich der neue Stil einige Prinzipien der chinesischen Philosophie zu eigen: "Das Starke und Harte wird durch das Schwache und Weiche überwunden", "Anpassung an den Stil des anderen", um ihn mit den eigenen Waffen zu schlagen, und "die Wucht von einer Tonne mit wenigen Bewegungen zu überwinden"> sind einige davon.

Was ist Tai Ji Quan nun wirklich?

Tai Ji Quan bestand ursprünglich aus acht Grundhaltunen für die Hände und fünf Grundformen für die Körperhaltung. Darum ist es auch unter dem Namen "13 Formen" bekannt, weiterhin auch als "Changquan" (langes Boxes), da es dem endlosen Fließen des Yangtse gleicht, der auf Chinesisch Changjiang heißt. Es läßt sich vermuten, das Tai Ji Quan aus den verschiedenene Elementen von sechzehn verschiedenen Boxschulen, basierend auf den "13 Formen" und der im Buch Quanjing "Das Buch des Boxkampfes" (General Qi Jiguang (1528- 1587) beschriebenen Boxkunst besteht.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts faßte der Meister der Kampfkünste Wang Zongyue zusammen, was dieser neue Stil hervor gebracht hatte. Er kam dabei zu dem Schluß, das eine enge Beziehung zwischen dieser neuen Schule und der Philiosophie des Yin und Yang besteht.
Yin ist das weibliche, dunkle und negative Prinzip in der alten chinesischen Philosophie. Yang sein Gegenteil und seine Ergänzung. Es ist männlich, hell und positiv. Diese Lehre spielte in der Tai Ji- Philosophie (des "Uranfangs" alles Lebendigen) eine große Rolle, weshalb Wang diesem Boxstil den Namen Tai Ji Quan gab.
Im letzen Jahrhundert kam es zu großen Veränderungen in der Ausführung des Schattenboxens. Viele explosive und kraftbetonte Bewegungen verschwanden ebenso wie das wilde Stampfen mit den Füßen. Übrig blieben entspannte, weiche und beinahe zärtliche Bewegungen.
In dieser Zeit rückte der therapeutische Wert und die gesundheitsfördernde Funktion des Tai Ji Quan mehr und mehr in den Mittelpunkt.

(frei nach "Schattenboxen leicht gemacht", ISBN 7-5072-0262-3/G 30)

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